
Keiner beeinflusst städtebauliche Massstäbe so entschieden
wie die ungleichen Architekten-Zwillinge aus Basel.
Jacques Herzog, der Versatile, Pierre de Meuron, der
Beharrliche,
sind
eine omnipräsente Marke, seitdem sie Mitte der neunziger
Jahre in London ein altes Themse-Kraftwerk für
die Tate Modern umgebaut haben.
Die beiden lieben es, zu
verblüffen und mit ungewohnten Materialien ungewöhnliche
Atmosphären zu gestalten. Und seit sie sich aus der
Falle des Minimalismus befreit haben, ist ihre formale
und inhaltliche Ausdehnung
nicht mehr zu bremsen. Was immer sie bauen, wird zum
Kultort: ob der Prada-Shop in Tokyo, die Elbphilharmonie
in Hamburg, die Allianz-Arena in München oder das «Bird's
Nest» in Peking.
HdM, ausgezeichnet mit dem Oscar ihrer Zunft, dem
Pritzker-Preis, haben Architektur zum Wallfahrtsort
der globalen Eliten gemacht.
Mit dem Erweiterungsbau des Hotels Astoria haben Herzog & de
Meuron erstmals ein Hotelprojekt realisiert: Er ist
eine auffällige Bauskulptur mit tiefen Einschnitten
und zwei Gesichtern.
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